Was ist das überhaupt? Gibt es die auch in anderen Ländern? Kann man die selber machen? Gibt es die auch bei Minecraft? Wen interessiert das überhaupt? – alles Fragen, die Schülerinnen und Schüler beim ersten Treffen unserer neuen Arbeitsgemeinschaft „Die Stolperstein-AG“ gestellt haben. Gesehen haben sie schon viele, aber was steckt genau dahinter? Das erforschen ca.15 Kinder der 3. und 4. Klassen und eine Lehrerin in der Stolperstein-AG im Rahmen des Ganztages. Dabei überlegen wir auch, wie es wohl für jüdische Kinder war, als immer mehr verboten wurde: der Sportverein, zur Schule zu gehen, das eigene Haustier. Wir entdecken Stolpersteine in unmittelbarer Umgebung der Schule, lesen, was darauf steht und sprechen darüber. Dann reinigen wir sie und pausen sie ab. Ein Höhepunkt unsere AG war die Verlegung neuer Stolpersteine am 18. Mai im Beisein von Angehörigen aus Deutschland, Israel und den USA. Das war für uns alle ein bewegendes Erlebnis. Besonders eindrücklich fanden die Kinder, als der Künstler Gunter Demnig von seiner Arbeit berichtete: Bereits in 32 Ländern hat er Steine verlegt, den entferntesten auf einer kleinen Insel im Norden Norwegens, auf der sich ein einziger Jude versteckt hatte. Dass dieser Jude dann von jemandem verraten wurde, hat die Kinder sehr beschäftigt. In unserer AG sind die Kinder voller Engagement dabei und berichten in ihren Klassen. Bis zu den Sommerferien ist noch eine kleine Ausstellung geplant. Wir wollen damit an das erinnern, was direkt bei uns vor der Haustür passiert ist, wie Menschen wegen ihrer Religion, ihrer Meinung, wegen Krankheiten oder Behinderungen ausgegrenzt und ermordet wurden. Wir wollen ein Zeichen setzen: Jedes Leben ist wertvoll. Vielfalt macht uns stark.



